Ist ein gemeinnütziger Verein

der die Stiftung Terra Mirim und ihre soziale Projekte in Bahia/Brasilien unterstützt

Vorstand TMD

Isabel, Susanne, Barbara,


Mittwoch, 21. Dezember 2011

Schamanische Trommelbauworkshop in Terra Mirim




Am 19. und 20.November gab es den ersten schamanischen

Trommelbauworkshop, mit der Schamanin Isabel Minge.


Es war ein Erlebnis zu sehen, wie respektvoll die Teilnehmer mit der Haut des Tieres, das sich hingegeben hat, umgegangen sind. Sie nahmen tiefen Kontakt mit ihm auf.
Nach und nach nahm die Tromml ihre Gestalt an. Eine sehr individuelle Gestalt, jeder konnte seiner Kreativität freien Lauf lassen. Am Abend sind wir dann in die Reinigungshütte gegangen. Es waren zwei wunderbare Tage!


Mani ist geboren

Am 09.11.2011 haben wir nochmal Nachwuchs bekommen. Alba Maria ist zum fünften Mal Großmutter geworden. Izabel, ihre Tochter, hat ein Mädchen zu Welt gebracht, ihr Name ist Mani.

Mani hat schon verschiedene Besucher bekommen, Zecken und eine Tarantel gehörten dazu.....

Wahrlich ein Kind der Natur. Alba ist überglücklich, eine ihrer Enkel in ihrer Nähe zu haben.


Kätzchen


Wir haben am 7.11. Nachwuchs in Terra Mirim bekommen. Vier Kätzchen sind geboren worden.


Leider sind sie am 28. November mutterlos geworden. Die Mutter ist überfahren worden.

Nun kümmere ich mich um die Kleinen, sie werden mit der Flasche aufgezogen und können so in vier Wochen in gute Hände abgegeben werden


die ihnen ein neues Zuhause geben.


Donnerstag, 8. Dezember 2011

EcoArte 2011

EcoArte 21. und 22. Oktober 2011 in Terra Mirim


Die EcoArte ist eine der großen jährlich stattfindenden Veranstaltungen von Terra Mirim. Jedes Jahr hat die Veranstaltung spezielle Themen, die sich mit Ökologie und Kunst befassen.In diesem Jahr war das Thema: „Die Indigenen Völker von Brasilien“. Dabei ging es um die ca. 22 bekannten Stämme und vor allem dem Stamm der Tupinamba, der hier die Region bevölkerte.


Durch Vorträge, Diskussionen, Poesie, Tänze und Kunst wurde sich mit diesem Thema beschäftigt. Der erste Tag war der Tag der Kleinen. Die ökologische Schule glänzte wieder mit ihren Darbietungen zum Thema. Sie trugen Gedichte vor, führten Tänze auf und die neue Band von der Schule spielte und sang für das begeisterte Publikum. Auch die Gastschulen trugen ihre Künste zum Thema vor. Zu Essen und Trinken gab es reichlich für die Kleinen und ihre Begleiter. Es war ein gelungener Tag voller Freude, Begeisterung und Kunst.

Am Samstag war der Tag für die Jugend und die Erwachsenen. Der Stamm der Stiftung Terra Mirim eröffnet die Festlichkeiten des Tages mit Trommeln und Mantren von Terra Mirim.

Ein Ethnologe, ein Historiker und ein indigener Bewohner waren als spezielle Gäste eingeladen und berichteten über die indigenen Völker, die Brasilien besiedelten. Ihnen zuzuhören war sehr spannend und lehrreich. Es wurde ein Film über den Werdegang bis hin zur fast vollständigen Ausrottung der indigenen Bevölkerung Brasiliens gezeigt. Erst 1999 wurden manche Stämme von der Regierung als Indigene mit ihren eigenen Rechten und Bräuchen anerkannt.

Alba Maria war auch anwesend und als es darum ging, dass sie etwas über die indigenen Völker sprechen sollte, konnten wir wieder Alba in Action sehen. Sie sagte, dass es nicht „ihr Ding“ wäre, Vorträge zu halten und so bildete sie aus dem Publikum Arbeitsgruppen. Die Aufgabe lautete: „ Wie sehe ich die Indigenen“.

Dem Publikum, welches zum Teil aus der Bevölkerung der naheliegenden Gemeinden und anderen Gästen bestand, war die Art und Weise, wie Alba an das Thema heranging zum Teil fremd und sie schauten sich fragend an. Die Bewohner von Terra Mirim, denen diese Art der Arbeit schon vertraut war, wurden auf die Gruppen verteilt, um die Diskussionen anzuregen. Es war eine schöne Energie, die das „Haus der Künste“ bevölkerte, während die Diskussionen in den Gruppen liefen. Dann hieß auf einmal, dass zwei Gruppenmitglieder, die am meisten gesprochen hatten, die Gruppe wechseln sollen, um so Leben und Anregungen in alle Gruppen zu bringen. Nach 30 Minuten sollte eine aus der Gruppe die Ergebnisse vortragen. Es war lehrreich und schön was jede Gruppe vortrug.

Der Indigene, der zu Gast war, berichtete über die Bräuche und Sitten seines Stammes und lud uns ein, seinen Vereinssitz zu besuchen. Er hatte Kunststücke von seinem Stamm (Ketten, Rasseln, Flöten, Bilder etc.) mitgebracht, die er uns zeigte. Er spielte uns auf verschiedenen Flöten wunderschöne Melodien vor. So konnten wir eine Reise in die Urwälder von Brasilien machen.....

Dann war es Zeit zu Tanzen und die Musiker von Terra Mirim, zusammen mit einem Teil der Gäste, spielten Samba. Es war ein wunderschöner Tag und ich bin dankbar, dass ich dabei sein durfte.

Dienstag, 6. Dezember 2011

Spendenaufruf für die Dächer von Terra Mirim

Hallo Ihr Lieben,

ich melde mich aus Terra Mirim, wo ich mich seit Mitte Oktober befinde.

Es gab vier Wochen lang starke Regenfälle. Seit ca. einer Woche hat es mit den Regenfällen aufgehört und wir können mit den Renovierungsarbeiten, mit denen wir Anfang des Jahres begonnen hatten, weiter machen.

Mit den Geldern des letzten Spendenaufrufes wurden drei Chales renoviert und mehrere Matratzen und Betten gekauft. Darüber hatte ich euch Bilder zukommen lassen. Nun habe ich selber erfahren können, wo und wie stark es hier überall herein regnet. Die Dächer müssen zum Teil erneuert oder repariert werden.

Im Haus der Künste und in der Umkleidekabine regnet es sehr stark hinein. Hier muss das Ziegeldach erneuert werden. Die Kosten hierfür betragen ca. 1300 Euro für Material und Handwerker.

Auch die Rezeption und das Kommunikationshaus sind von den Regenfällen stark betroffen. Dort stehen mehrere Computer und andere Geräte, die Kosten hierfür betragen ebenfalls ca. 1300 Euro für Material und Handwerker.


Die Zimmer vom Gästegemeinschaftshaus müssen dringend renoviert werden, da die Wände durch die Feuchtigkeit stark beschädigt sind und das Dach zum Teil auch erneuert werden muss. Die Kosten hierfür betragen ca. 1100 Euro. Es fehlen außerdem noch zehn Matratzen, die Kosten hierfür betragen ca. 1000 Euro.

Der Gesamtbetrag für die notwendigen Reparaturen bewegt sich zwischen 4700 und 5000 Euro.

Im letzten Jahr und Anfang dieses Jahr haben wir mit eurer Unterstützung mit den ersten Renovierungsarbeiten in Terra Mirim begonnen mit dem Ziel, Terra Mirim selbständig und unabhängig zu machen.

Es ist ein Prozess, der Schritt für Schritt durchgeführt wird. Leider haben wir nicht die finanziellen Mittel, um die Renovierung auf einmal durchzuführen. Wir hoffen sehr, mit eurer Unterstützung einen Schritt mehr machen zu können.

Sind die Zimmer des Gästehauses renoviert und die Matratzen in Ordnung, sind die Gäste zufrieden und kommen wieder.

Wenn das Haus der Künste in Ordnung ist, kann dieser Raum an Menschen vermietet werden, die Veranstaltungen durchführen und Terra Mirim selbst kann dort Veranstaltungen anbieten, auch wenn es regnet.

Besonders wichtig ist es, die Rezeption und das Kommunikationshaus in Ordnung zu haben, damit die Geräte und Computer dort nicht beschädigt werden, und so weitere Kosten gespart werden.

Ja, meine Lieben, es ist noch ein langer Weg bis zum Ziel, aber wir bewegen uns dorthin mit eurer Unterstützung und wir hoffen, dass ihr eines Tages bei einem Besuch in Terra Mirim davon profitieren könnt!

Jede Spende unabhängig vom Betrag ist willkommen und wird dankend angenommen!

Ich möchte euch dann die Fortschritte der Renovierung bildlich dokumentieren.

Im Namen von Terra Mirim möchte ich mich im Voraus für eure Unterstützung bedanken.

Spendenkonto:

Terra Mirim Deutschland e.V.

Kreissparkasse Köln

Kontonummer: 360550180

Verwendungszweck: Dächer von Terra Mirim

BLZ:37050299

IBAN: DE49370502990360550180

BIC-Code: COKSDE33

Nachrichten aus Terra Mirim

Bald erscheinen hier die neuen Nachrichten aus Terra Mirim

Montag, 8. November 2010

Terra Mirim Deutschland Fest in Windeck - Halscheid

„Ein Fest ist Ausdruck der Freude am Sein.“

Dieses Jahr fand das Terra Mirim - Fest in Halscheid bei unserem Vorstandsmitglied Annelie statt. Halscheid liegt auf einem Hügel im Oberbergischen Land. Rundherum gibt es Wiesen, Wälder, kleine Dörfer, Bauernhöfe...Die Landschaft ist sehr sanft. Wunderschön.

Als wir Nachmittags noch bei Sonnenschein dort ankommen, empfängt uns still und verschlafen das kleine Örtchen. Ich bin ich sofort verzaubert von den Häuschen, den üppigen Gärten. Hier tragen Apfelbäume noch reiche Früchte. Einige Häuser scheinen unbewohnt, an anderen wartet der Rentnerporsche ...Wie lange noch...Mein Herz trauert...Will denn niemand mehr bei Mutter Natur wohnen?

Doch: Clara, meine 4 jährige Tochter ist begeistert: „Mami, hier ist es aber schöner als bei uns.(..in Bochum-Gerthe) Können wir nicht auch hier wohnen?“ So dürfen wir in einer dieser prächtigen Gärten eintreten und uns sofort in den Willkommenskreis einreihen. Wir singen das Lied von der Freude undjedem einzelnen ein Liebeslied.So lernen wir unsere Namen schnell kennen. Anschließend gibt es eine Theaterperformance mit der Schauspielerin Annette, die von Köln unweit von hier herzog. Versteckt unter einer Plastikplane beginnt sie sich zu bewegen und windet sich allmählich darunter hervor mit dem Wortspiel: Leben im Nebel. (Leben rückwärts gelesen ergibt Nebel.) Sie sucht die Befreiung vom Nebel: “Weg mit dem Nebel“ was ihr allerdings nicht gelingt. Allmählich gewinnt sie die Herrschaft über den „Nebel“, bindet sich die Plane um den Körper und bewegt sich mit ihr: “Leben mit dem Nebel.“ Sie sucht Frieden mit und manchmal im Nebel, und vor allem „Ein Herz für die Natur und den Nebel“.

Anschließend liest Bhavata aus ihrem Gedichtband „Signaturen“ vor. Der Erlös aus dem Verkauf der Bücher geht vollständig an Terra Mirim.

Anschließend gibt es Gelegenheit bei Kaffee, Kuchen und Waffeln beisammen zu sitzen, sich am liebevoll gestalteten Stand über die Projekte von Terra Mirim zu informieren,indianische Kraftgegenstände zu fertigen wie z.B. Gottesaugen oder Traumfänger, Steine zu bemalen oder kleine Mobiles aus Naturmaterialien zu basteln. Auch eine Klangschalenmassage kann man sich geben lassen. Pia und Eva verwöhnen mit wohltuenden Klängen. Dann geht es für einen sinnlichen Spaziergang in den Wald. Wir singen das Mantra für Mutter Erde, füttern mit Kuchenkrümeln die Waldwesen, (als Mitbringsel fürunseren Besuch), bitten um Einlass am Buchentor und lassen uns mit geschlossenen Augen von einem Partner oder Kind herumführen. Dabei horchen wir den Stimmen des Waldes und fühlen Blätter, Zweige, Stämme, Pilze, Zweige, Äste...

Anschließend verweilen wir noch in Stille an einem ausgesuchten Platz und staunen darüber in was für ein Wesen wir uns verwandeln! Ganz verzaubert wandeln wir zum Haus zurück...

...mit noch ein paar Zeilen aus Bhavata` s Gedicht im Ohr.

„Que Beleza! Welche Schönheit!"

Wenn wir barfuß laufen im Wald unsere Füße den kühlen Boden berühren und sie zu Baumwurzeln und Tiertatzen werden....

wenn unsere Augen im Grün baden die Sonne Bilder malt im Blätterdach und im Dunst der Wasser....

dann sind wir Kinder wach und frei inmitten unschuldiger Naturgeister und unser Herz quillt über...“

Am Haus wird sofort ein Feuer angezündet und das Mantra fürs Feuer gesungen, mit Trommel und Tanz die Erde, den Himmel, das Feuer usw. begrüßt. Das sorgt für Stimmung, viel Lachen und Fröhlichkeit. Und uns wird noch wärmer ums Herz ..

Bei Suppe und Pizza lassen wir das Fest gemütlich ausklingen während die Kinder geduldig Stockbrot ins Feuer halten.

Alle sind vergnügt und beseelt..

„...und unser Herz quillt über.“

Ja, war das ein schönes Fest! Erinnerungen an meine Kindheit werden wach, als wir noch auf Familien- und Kirchenfeste gingen. Was habe ich diese Feste geliebt.

Überglücklich ist auch meine Tochter, die am Liebsten da geblieben wäre. Aber jetzt fahren wir wieder in den Ruhrgebietsnebel nach Bochum-Gerthe und träumen vom nächsten TMD Fest ....

Übrigens haben ca. 45 Erwachsene und Kinder teilgenommen. Der TMD Verein hat abzüglich aller Unkosten 322,50 € eingenommen und ein neues Mitglied gewonnen.


Ganz herzlichen Dank an alle HelferInnen und Künstlerinnen für ihre Beiträge und Mithilfe!!!