Ist ein gemeinnütziger Verein

der die Stiftung Terra Mirim und ihre soziale Projekte in Bahia/Brasilien unterstützt

Vorstand TMD

Isabel, Susanne, Barbara,


Donnerstag, 2. Februar 2012

Bootsausflug

Am 28.12. wurde abends im Meditationstempel mit den ersten Gästen der Gabenkorb für die Göttin des Salzwassers Yemanja mit Bändern, Blumen und Kräutern geschmückt. Jeder machte seinen persönlichen Kraftstab.

Am nächsten Morgen erwartete uns ein Bus, der mit Unmengen von Essenstöpfen, Obst, Getränken, Pavillons, Sonnenschirmen, Bällen, Beachball u.a. beladen wurde.

Der Bus fuhr nach Salvador zum Hafen. Dort wurde alles in ein Escuna beladen. Escuna waren früher Segelboote, die Handelsgüter zu den verschiedenen Handelshäfen von Bahia brachten. Heute sind sie mit einem Motor ausgestattet und werden für Ausflüge gemietet.

Die Fahrt ging zur Ilha dos frades (Insel der Mönche). Die Fahrt dauerte ca. zwei Stunden. Während der Fahrt wurde gegessen, alkoholfreie Getränke getrunken, sich unterhalten und vor allem wurde getanzt und gefeiert. Nach einiger Zeit blieb das Boot stehen und das Ritual für Yemanja begann. Der Korb wurde von einem zum anderen weitergereicht und wir konnten unsere Kraftstäbe als Gabe hineinlegen. Einige Frauen und Männer sprangen ins Wasser und ihnen wurde der Korb überreicht. Sie tauchten mit dem Korb in die Tiefen des Meeres. Es war ein Moment voller Freude, Lebenskraft, Dankbarkeit und Ehrung. Das Mantra für das Wasser wurde gesungen und die Fahrt ging weiter mit viel Freude, Spaß und Tanz, bis wir die Insel erreichten.

Dann hieß es: Wir bauen einen Pavillon auf! Dabei zeigte sich der gute Teamgeist von Terra Mirim.

Es wurde Fussball, Beachball, Volleyball gespielt, sich ausgeruht, geschwommen und gut gegessen. Nach drei Stunden wurde wieder alles auf das Boot geladen und wir fuhren zurück nach Salvador. Die Rückfahrt war geprägt von Lebensfreude, tanzen und genießen. Es war ein erfüllter Tag!

Die Vorbereitungen für das Neujahrsfest gingen weiter.

Die letzten Einkäufe wurden erledigt und die Reinigungshütte vorbereitet.


Weihnachten in der FTM

Die Vorbereitungen für Weihnachten und Neujahr hatten im November begonnen. Es wurde ein Team gebildet, das sich um die Dekoration, Struktur und Ernährung kümmerte. Aufgabe dieses Teams war, das Material für die Dekoration zu besorgen, den Elektriker für die Lichter zu bestellen und einzuweisen, einen Speiseplan zu erstellen und die Einkäufe zu machen u.s.w.

Jeder Bewohner trägt zu dem Festmahl bei, indem er etwas zu Essen macht oder Getränke mitbringt.

Die Bewohner und Gäste von Terra Mirim wichteln zu Weihnachten, das heißt, wer mitmachen möchte, trägt sich in eine Liste ein und schreibt auf, was er sich von seinem Wichtel wünscht. Der Betrag wird vorher festgelegt.

Nun war es soweit! Der Weihnachtsbaum war schamanisch festlich geschmückt, die Geschenke lagen bereit und die Tische waren dekoriert und vorbereitet für das große Festessen.

Bei Anbruch der Dunkelheit trafen sich alle und Alba eröffnete das Fest. Wir bildeten eine Menschenkette und gingen singend durch den wunderschön beleuchteten Garten von Terra Mirim und versammelten uns um den Baum der Träume. Es war ein sternenklarer Himmel und jeder durfte seinen Wunsch für das neue Jahr 2012 aussprechen. Das waren sehr berührende und bewegende Momente.

Dann wurde gewichtelt! Jeder umschrieb seinen Wichtel und alle mussten raten, wer es ist. Dabei wurde viel gelacht und gescherzt.

Anschließend wurde das Buffet eröffnet und alle haben reichlich von den dargebotenen Köstlichkeiten gegessen.

Die Stimmung an diesem Abend war sehr leicht und fröhlich – wahrhaft fröhliche Weihnachten!

Mani, das jüngste Gemeinschaftsmitglied, erlebte ihr erstes Weihnachten mit Mama, Papa und ihrer stolzen Großmutter Alba Maria.

Die besinnlichen Tage in Terra Mirim verliefen wortwörtlich „bewegend“: Die Vorbereitung für das Neujahresprogramm, zu dem auch Gäste erwartet wurden, begannen schon am 26.12.

Das Dach des Gästehauses musste fertiggestellt, die Zimmer gestrichen und die Putzkolonne musste dann den letzten Schliff geben. Für das Fest wurde zusätzlich dekoriert, dazu gehörte ein schamanisches Labyrinth, das aus den Blättern der Dandepalme gebaut wurde.


Mittwoch, 1. Februar 2012

Volontäre

Seit dem 21. Dezember bzw. 28. Dezember sind Susanne die zweite Vorstandsvorsitzende des Vereins TMD und Nicola für viereinhalb Wochen als Volontäre aus Deutschland gekommen.

Nicola bringt sich mit ihrem zeichnerischen Talent ein und zaubert wundervolle Bilder sowohl an eine Wand der Rezeption wie auch in einige Zimmer des Gästehauses und trägt zur Verschönerung der neu renovierten Räume bei.

Susanne nimmt an den täglichen Gemeinschaftsarbeiten (Partilhando) teil und taucht so in die verschiedenen Bereiche von Terra Mirim ein. Diese Gemeinschaftsarbeit geht täglich über sechs Stunden und findet in den verschieden Bereichen der Stiftung statt. Allerdings ist diese Art der Arbeit nicht in dem von uns bekannten Sinne zu verstehen: man kommt im Kreis zusammen und beginnt mit einem Gebet oder einem Mantra.Jeder geht mit einer bestimmten Absicht in die Arbeit und der Fokus liegt darauf, unsere innere Natur mit der äußeren Natur zu verbinden. Das ist Integrative Ökologie – die Philosophie von Terra Mirim.

Abschließend gibt es eine Gesprächsrunde, in der die persönlichen Erfahrungen geteilt werden.

Außerdem taucht Susanne tiefer in den Schamanismus ein, indem sie schamanische Arbeiten mit Alba Maria macht.


Forum TM

Am 19.12. fand ein Forum statt. Dabei wurde über das Freiwilligenprogramm „Global Citizen“ aus den Vereinigten Staaten gesprochen. Das Programm geht über 8 Monate und damit ein Freiwilliger daran teilnehmen kann, muss er 28.000 US Dollar aufbringen.Es stellt sich die Frage, wohin dieses Geld geht, denn die Institution, in diesem Fall Terra Mirim, bekommt monatlich umgerechnet einen Betrag von ca. 350 Euro.

Es wurde über die Partnerschaft mit der Organisation „Cidade da crianca“ aus Simoes Filho gesprochen. Zwei gemeinsame Projekte sind im Gespräch. Eines davon soll ein EU-Projekt sein über ca. 800.000 Euro. Die Stiftung bewegt sich dahin, dass sie gezielt den Fokus auf Projekte richtet, die die finanzielle Erhaltung der FTM unterstützen und die FTM unabhängig von Spenden machen. Wir hoffen , dass das Projekt von der EU angenommen wird.

Es wurde darüber gesprochen, dass die Schule sich in einer schwierigen Situation befindet. Die Anzahl der Schüler ist rückläufig und die zwei Verantwortlichen der Schule, Carla und Babuca, sind aus persönlichen Gründen nicht mehr bereit, in der Schule weiter mitzuwirken. Es wird nach Lösungen gesucht. Maria hat sich bereit erklärt, die Leitung zu übernehmen. Als unterstützendes Personal wird noch eine Pädagogin und jemand für die Administration gesucht.

Außerdem wurde beschlossen, dass in der Woche vom 9.-15. Januar die Gemeinschaft sich in einem Forum zurückziehen wird, in dem alle Sektionen der Stiftung ihre Ziele für 2012 gemeinsam erarbeiten werden, um das große Ziel der Selbsterhaltung und Unabhängigkeit zu erreichen.

Donnerstag, 26. Januar 2012

Ökologische Schule














Die Schulkoordinatorin Mynuska zog sich in diesem Jahr nach und nach aus der Schulleitung heraus, blieb aber in beratender Funktion unterstützend dabei. Nachfolger wurden Carla und Babuca. Maria kam unterstützend hinzu. Die Erzieher und Lehrer blieben die gleichen.

Am 17.12. fand die alljährlich stattfindende Weihnachtsfeier der Schule statt. Dieses Mal stand die Feier unter dem Thema: Indigene Wurzeln

Die Kinder führten eine Modenschau mit selbst entworfenen Kleidern auf. Es war schön zu sehen, wie sie ihre eigenen Kreationen auf dem Laufsteg vorstellten. Die Kinder entwarfen die Modelle, genäht wurden sie von einer Näherin aus der Danda Gemeinde.

Die Schulband spielte und die Tanzgruppe führte Tänze auf.

Außerdem gab es eine Kunstausstellung mit selbst gemachten Masken, einer Landkarte und anderen Kunstobjekten. Anschließend gab es ein Lunch für die Kinder und die begleitenden Eltern.

Vollmondritual mit Alba Maria

Am 10.12. fand ein Vollmondritual in Terra Mirim statt. Dafür wurden die vier Tempel der Elemente gereinigt und vorbereitet. Um 20 Uhr begann das Vollmondritual und wir gingen von Tempel zu Tempel und machten für jedes Element ein Ritual. Danach gingen wir in die Reinigungshütte. Die Reinigungshütte war mit 32 Personen schön voll. Wir haben 2 Kreisen gebildet. Jene mit mehr Erfahrung gingen in den inneren Kreis nah bei den Steinen. Der heiße und heiliger Dampf, Reinigte uns auf allen ebenen. Die Schamanin lud unseren Ahnen, inneren Tieren und inneren Führer/in zur Unterstützung. Der Geist der Reinigungshütte lud uns zu eine tiefe Reise ein.... Nach der Reinigungshütte teilten wir die mitgebrachten Früchte und Erfahrungen miteinander.

Die Baumaßnahmen gehen weiter....











Vom Hauptgebäude
(Rezeption, Büro,Bibliothek,Kommunikationsraum,Küche, Essensraum) wurde das Dach am 28.12. nach einem Monat endlich fertiggestellt. Die Baumaßnahmen wurden immer wieder durch starke Regenfälle unterbrochen und dauerten länger als geplant. Die Gesamtkosten (Material, Arbeitslöhne) beliefen sich auf 3.482,00 R$.

Die Dachziegeln wurden gewaschen und zum Teil mussten sie erneuert werden, ebenso das Gerüst, da das Holz verfault war. Damit begannen die ersten Schwierigkeiten, denn es stellte sich heraus, dass diese Ziegeln auf dem Markt nicht mehr vorhanden sind. Es mussten ähnliche Ziegeln besorgt werden, damit die Kosten nicht noch höher wurden. Was das bedeutet, kann sich bei uns keiner vorstellen, denn es mussten Geschäfte aufgesucht werden, die genauen Maße gefunden, Kostenvoranschläge gemacht, Preisvergleiche und immer wieder Verhandlungen mit den Dachdeckern, da die Schäden größer waren, als zunächst angenommen. Das Ausmaß der Schäden wurde erst sichtbar, als die Ziegeln abgetragen waren. Nun ist dieses Dach fertig und wir sind sehr glücklich darüber!

Die Baumaßnahme im Gästehaus hat 10 Tage gedauert. Die Ziegeln wurden neu gedeckt und zum Teil auch ersetzt. Im Innen des Gästehauses wurden Reparaturen an den Wänden in allen Zimmern und im gesamten Flur durchgeführt. Dann bekam alles einen neuen Anstrich. Die Maler waren noch voll im Gange, als das große Putzteam, geführt von Alba Maria, anrückte. Denn noch am selben Abend wurden die ersten Gäste für das Neujahrprogramm erwartet!

Um das Haus vor weiteren Wasserschäden zu schützen, wurde eine Drainage um das Gästehaus verlegt. Insgesamt belaufen sich die Kosten für die Renovierung des Gästehauses auf 2.665,00 RS. Diese Baumaßnahmen waren Dank der großzügigen Spenden möglich und wir möchten uns sehr bei allen Spendern bedanken!

Bis heute sind 3138,00 Euro Spenden eingegangen. Die Baumaßnahmen gehen weiter: Das Dachund der Boden vom Haus der Künste müssen dringend repariert werden. Im Haus der Künste finden alle Großveranstaltungen von Terra Mirim statt. Ziel ist auch, diesen Raum an Veranstalter zu vermieten, um eine Verdienstmöglichkeit für Terra Mirim zu schaffen. Hierfür braucht Terra Mirim eure Unterstützung, um auch dieses Projekt realisieren zu können.

Der Spendenaufruf „Dächer für Terra Mirim“ geht weiter und Terra Mirim freut sich über jede Spende!