Ist ein gemeinnütziger Verein

der die Stiftung Terra Mirim und ihre soziale Projekte in Bahia/Brasilien unterstützt

Vorstand TMD

Isabel, Susanne, Barbara,


Donnerstag, 26. März 2015

Bericht von Susanne Dezember 2014



Vier Wochen habe ich in Terra Mirim verbracht und konnte in den Geist von Terra Mirim eintauchen. Ich spüre viel Bewegung und Veränderungen in Terra Mirim, von denen ich heute berichten möchte, weil Terra Mirim mir sehr am Herzen liegt und meine Quelle ist.                                                               
 Das Wesen Terra Mirim lädt einen jeden /eine jede von uns ein, seinen/ihren Traum zu träumen, denn Terra Mirim selbst ist ein Stück erträumte und sich verwirklichte Erde. Dieses Wesen hat sich durch die Träumerin und Schamanin Alba Maria an diesen Ort geträumt und trägt seit über 22 Jahren beständig Früchte; sät, pflanzt Samen in die Herzen, die dafür bereit sind und wächst und dehnt sich dadurch immer mehr aus. Jede Pflanze, jeder Baum der in Terra Mirim und Umgebung gepflanzt wurde sind Zeichen dieses Wachstums und der
Materialisierung dieses Traumes.  


Terra Mirim empfängt immer wieder Menschen aus allen Ländern, die auf der Suche nach ihren Wurzeln, ihrem Ursprung, ihrem inneren Selbst sind. Terra Mirim ist wie ein Hafen und die Menschen werden aufgenommen, um sich neu zu orientieren und auf neuem Kurs in die See des Lebens zu stechen. Dadurch entsteht Bewegung, das auch das Chaos in sich trägt und ein hohes Maß an Schöpferkraft und Möglichkeiten in sich birgt. Konzepte werden gebrochen, durcheinander gewirbelt und auf den Kopf gestellt – nichts ist mehr da, wo es scheinbar hingehört.

In meiner Zeit dort habe ich an einer Versammlung teilgenommen, in der sich die Menschen von Terra Mirim Unterstützung(Qualitätsmanagement) von außen geholt haben, um sich gemeinsam anzuschauen, wo Terra Mirim steht und wo es hingehen soll. Dies wurde durch das Bild eines Baumes anschaulich gemacht: 

1. Konzeptionelle Ebene (Wurzeln): Wer bin ich? – auch innerhalb Terra Mirims; was ist der Traum?
2. Situations-Ebene (Stamm): Jetzt-Situation: Was brauchen wir an Menschen/Volontären etc.
3. Ebene der Konkretisierung (Baumkrone): gemeinsam konstruieren und umsetzen – in die Handlung gehen.

In Kleingruppen wurde anhand eines Papieres über die vier Phasen diskutiert, um zu erkennen, wo Terra Mirim steht und was es braucht, damit Terra Mirim sich weiter entwickeln kann. In allen vier Phasen gibt es Krisen. Wichtig ist es, die Qualität dieser Phasen zu erkennen und zu verstehen, um eine neue Struktur entwickeln zu können.
1. Pionierphase
2. Unterscheidung
3. Integrieren
4. Vereinswesen (sich vereinen, zusammentun, Anteil haben)


Jetziger Stand: wie kann TM sich erhalten und selber tragen?  Fazit: Es gibt keine Produktion, dadurch ist die finanzielle Basis nicht gesichert. Viele Bewohner sind weggegangen, nur noch wenige leben in Terra Mirim. Dadurch können viele Möglichkeiten in Terra Mirim nicht belebt werden.   Am 24./25.Januar wird an diesem Thema mit Unterstützung von außen intensiv weiter gearbeitet.

 Ich erlebe TM in einem positiven Prozess der Auseinandersetzung und Selbstreflexion, die wichtig ist, um weiterhin ein Ort der Kraft und Inspiration für uns alle zu sein! Licht und Segen für Terra Mirim!

Die ökologische Schule
Seit mehr als neun Jahren bestehen die Patenschaften für die ökologische Schule und an dieser Stelle möchte ich im Namen von Terra Mirim und dem Verein TMD allen Paten herzlich für Ihre/eure Unterstützung danken. Durch eure regelmäßige Unterstützung und zusätzliche Spendengelder, die über den Verein TMD für die Schule eingegangen sind, kann diese wundervolle und wichtige Arbeit  mit den Kindern und Jugendlichen gewährleistet werden.                                                              
 Das Erziehungsprojekt „Lernen mit der Natur“ ist 1994 entstanden und wurde 1998 eingeführt. Im Jahr 1999 begann Mynuska mit den ersten vier Kindern, die alle vier seit 2007 als Helferinnen an der Schule arbeiteten. Im Jahr 2001 waren es schon 60 Kinder und Jugendliche, die in der Schule betreut wurden und ihre Hoch-Zeit erlebte die Schule im Jahr 2005 mit 160 Kindern.
In einem Gespräch mit Maria Izabel  (Leiterin  der Stiftung TM) wurde ich über den aktuellen Stand der Ökologischen Schule informiert, da die Schule im Dezember geschlossen wurde. Grund dafür sind sowohl fehlende Finanzen sowie eine Veränderung des brasilianischen Schulsystems. Die Schule wurde vor vielen Jahren mit Geldern aus Italien gebaut. Gayatri aus Italien hatte damals Sponsoren aus Italien gefunden, die außerdem auch das Schulpersonal bezahlt haben. Die Kosten für den Transport der Kinder wurden von der Gemeinde Simoes Filho bezahlt sowie teilweise die Kosten für das Essen. Gegründet und aufgebaut wurde die Schule von Mynuska, sie begann vor ca. 16 Jahren mit vier Kindern und betreute lange Zeit bis zu 120 Kinder, zog sich aber immer mehr aus dieser Arbeit heraus, um auf anderer Ebene ihre pädagogische Arbeit weiter zu entwickeln.  Im Jahr 2012 übernahm Maria die Leitung der Schule. In dieser Zeit wurden sechs Personen bezahlt und  der Unterricht fand täglich vor- und nachmittags statt. Als Maria im Januar  2013 starb, stoppte das Geld für sie. Maria Izabel und Babucca übernahmen die Leitung der Schule, mussten aber aus finanziellen Gründen die Struktur der Schule verändern und begannen, Unterricht nur noch an drei Tagen nachmittags anzubieten und mit den Kindern in den staatlichen Schulen zu arbeiten, um das Konzept „ Lernen in und mit der Natur“  in die Schulen zu tragen.  Die staatlichen Schulen wurden, wie bei uns, zu Ganztagsschulen und fanden nicht mehr nur vor- oder nachmittags statt. So waren es auch weniger Kinder, die nach Terra Mirim kommen konnten.                                                  
 Die Schule muss monatlich Gebühren für Wasser, Strom und Bürokratie sowie Reparatur- und Instandhaltungskosten an die FTM zahlen.  Es gibt in Bahia ein italienisches Programm „Coneixao vida“, welche fünfzehn Organisationen in Bahia unterstützt, u.a. auch die Schule von Terra Mirim. Diese Organisation ist sehr daran interessiert, dass die Schule weiter besteht und unterstützt TM darin, Kontakte zu anderen sozialen Einrichtungen zu machen, um sich zu vernetzen und einen Austausch darüber zu haben, welche Möglichkeiten es gibt, an Gelder zu kommen. Es gibt auch in Brasilien Fördergelder für Projekte und immer mehr auch für ökologische Projekte, die in TM schon längst gemacht werden wie z.B. die Bienenhaltung oder der Anbau von Beeten – Terra Mirim muss sich deshalb noch bekannter machen mit dem, was es ist und schon lange macht! Terra Mirim hat viele Projekte ins Leben gerufen und dafür Gelder beantragt, die allerdings trotz Bewilligung und Durchführung nicht immer ausgezahlt wurden.                                                                                  
 An dieser Stelle möchte ich bemerken, dass die Korruption in Brasilien nach wie vor hoch ist und die Förderung von sozial benachteiligten Menschen nicht im Vordergrund steht. Auch wenn die Schulzeitbetreuung  verlängert wurde, hat sich qualitativ nicht viel verändert. Eine kreative Auseinandersetzung über ökologische und sozialpolitische Themen findet dort nicht statt.         
 
Wie geht es weiter mit der Schule?                                                                                                                               
Das Gebäude der Schule soll vermietet werden und es gibt schon einen Kontakt mit einem Technikerkurs für industrielle Projekte. So müssen die jungen Auszubildenden aus der Umgebung nicht nach Salvador fahren, sondern können in TM geschult werden. Von den Einnahmen können dann die Gebühren an die FTM bezahlt werden.   Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen geht weiter! 
Inhaltlich sind folgende Arbeiten vorgesehen: 
                                                                                                             
 a.) Zusammenarbeit mit Schulen
 TM möchte alle vierzehn Tage mit zwei Schulen zusammenarbeiten und ihr Konzept „Lernen in der Natur“ mit folgenden Inhalten anbieten: Kunst +Kultur, Musik, Tanz, Ernährung, Sensibilisierung für die Natur, etc.  Dazu braucht es einen Kunstlehrer, einen Pädagogen und jeweils eine Person für die Ernährung und die Bürokratie. Für dieses Personal braucht es Geld.
                                                                              
 b.) Arbeit mit 13 -16 Jährigen                                                                                                                                
 Diese Heranwachsenden brauchen viel Aufmerksamkeit und Unterstützung in ihrer persönlichen Entwicklung, fallen aber häufig in unserem System durch. Deshalb möchte TM mit ca. 30-35 jungen Menschen dreimal wöchentlich arbeiten, um sie in ihrer Selbstentwicklung zu fördern und zu bestärken. Ein Schwerpunkt ist dabei die Musik sowie Kunst, Informatik und das soziale Miteinander und das Heranführen an eine kritische Auseinandersetzung mit sich und ihrer Umwelt. Dabei sollen die  vorhandenden Räumlichkeiten in TM genutzt werden wie z.B. das Haus der Künste. Das Haus der Künste wurde in diesem Jahr teilsaniert – es gab ein neues Dach und Wände und Boden wurden neu gestrichen. Was noch fehlt sind Farbe und Anstrich von außen  sowie das Verlegen der Elektronik.  Die Arbeit mit den Jugendlichen sowie die Zusammenarbeit mit den Schulen beginnt nach Karneval. Terra Mirim ist sehr daran gelegen, die Arbeit in und mit der Natur für Kinder und junge Menschen weiterzuführen. Deshalb bittet Terra Mirim um weitere Unterstützung durch unsere Patenschaften, um insbesondere das Personal (Lehrer, Pädagoge, Köchin) für die Kinder und Jugendlichen bezahlen zu können. 

 
Haus der Sonne     
 Ein jeder, der schon mal in Terra Mirim gewesen ist, wird sich an das Haus der Sonne erinnern, das in mitten der Gärten und Elemente-Tempel von Terra Mirim steht. In diesem schönen runden Haus kommen Menschen zusammen, um zu feiern, sich zu begegnen, Rituale zu zelebrieren, zu meditieren, tanzen, Yoga zu machen und vieles mehr. Hier finden Schulungen und Seminare für die Menschen aus der nahen Bevölkerung statt und seit mehreren Jahren wird das Haus der Sonne auch an Seminargruppen vermietet und bietet damit eine zusätzliche Einnahmequelle für Terra Mirim.                
Das Haus der Sonne muss von Grund auf neu saniert werden, da durch die länger andauernde Regenzeit das Dach und auch der Boden stark gelitten haben und eine Teilsanierung nicht ausreichend ist. Ein Architekt aus Deutschland und guter Freund von Terra Mirim ist dabei, eine neue Konstruktion zu entwickeln, die wetterbeständiger ist, aber dementsprechend auch mehr Geld kostet. Insgesamt werden sich die Kosten auf 18.000-20.000€ belaufen. Um weiterhin das Haus der Sonne nutzen zu können, braucht Terra Mirim finanzielle Unterstützung, um die ich im Namen von Terra Mirim und unserem Verein TMD bitten möchte.
 An dieser Stelle möchte sich der Verein Terra Mirm Deutschland aus ganzem Herzen bei allen bedanken, die über so viele Jahre an die Stiftung Terra Mirim spenden und dies auch immer wieder neu nach einem  Spendenaufruf tun, damit Terra Mirim als Lichtzentrum pulsieren kann!


Mögen wir Teil dieses Netzes sein und uns gegenseitig bestärke
 


                                                                                                                                                           









                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       

Dienstag, 2. April 2013

Nachrichten


Maria Izabel


Seit Januar hat Terra Mirim eine neue Vorsitzende, Maria Izabel.





Theater

Theater    

Anfang Januar haben wir in Terra Mirim die Planung für das große Schamanische Event im November besprochen und Verschiedenes ausprobiert.





Maria


Mitte Januar ist unsere geliebte Schwester Maria von uns gegangen. Maria war seit Anfang des Jahres 2012 die Schulkoordinatorin der Ökologischen Schule. Sie hatte neue Ideen für die Schule eingebracht, die Kinder und Mitarbeiter liebten sie. Sie fehlt uns allen sehr.







Häuschen am Feuertempel

Wir hatten Besuch von mehreren Freiwilligen aus Deutschland für drei bis sechs Wochen. Sie haben ihre Talente in den Dienst von Terra Mirim gestellt. Maike hat sich um die Organisation des Hauses der Gäste gekümmert, den Garten im Außenbereich verschönert und das Häuschen der Schwitzhüttendecken am Feuertempel gestrichen und bemalt. Es sieht wunderschön aus, danke Maike. 





Gästezimmer
Gästezimmer
Eingang Gästehaus

Die Zimmer vom Haus der Gäste wurden von Nicola bemalt.
Nun hat jedes Zimmer ein Krafttier an der Wand. Sie malt sehr lebendig, ihre Bilder sind wunderschön...Danke Nicola. 




Luft-Tempel
  Susanne unsere Schwester war auch wieder hier, auch sie hat sich voll eingebracht sei es in der Küche, Gästehaus oder den Wassertempel zu reinigen. 
Im Lufttempel hat sie auch ein wunderschönes Bild gemalt. Auch dir Schwester einen ganz lieben Dank, es ist für uns immer eine Bereicherung, wenn du hier bei uns bist. Julia hat uns auch besucht und hat uns mit ihrer Kunst erfreut.






Feuer-Tempel



 Julia ist Künstlerin und hat in den Tempeln ihre schöne Kunst hinterlassen, auch dir Julia vielen Dank. 






Die Spendenaktion "Solar" hat 1884,00 Euro eingebracht. An alle Spender herzlichen Dank!
Es fand auch wieder ein Trommelbau-Workshop statt, geleitet und durchgeführt von Isabel.

Handharbeiten
Bio-Markt
Der Markt von organisch und selbst angebautem Gemüse war auch gut besucht. Der Markt wird von Bewohnern der Nachbargemeinden Dandá, Palmares und Terra Mirim gemeinsam angeboten. Es wurden Bananen, Kräuter, Aipim, Eier und Handarbeiten verkauft.
 


Kürbisfeld
Bananen
Terra Mirim erfreut sich mehr und mehr über das selbst angebautes Gemüse und Obst. 
Von dem Verkauserlös wird  ein Teil des Arbeiterlohns von Romildo bezahlt. Romildo ist der Gärtner der sich um das Gemüse und Obstanbau in Terra Mirim kümmert und pflegt.



Das Vollmondritual war auch sehr schön und kraftvoll. Die Schamaninen Alba Maria und Andiara leiteten das Ritual. Es gab Gesprächsrunden, singen, trommeln, Gruppenarbeit und Schwitzhütte.
Über Karneval gab es die Möglichkeit, sich in Terra Mirim auszuruhen. Terra Mirim möchte mehr solche Tage für Menschen anbieten, die Ruhe in der Natur suchen. Die Teilnehmer konnten durch die Gärten von Terra Mirim gehen und sich an der Schönheit von Mutter Natur erfreuen, sie nahmen an der Quelle der Führung ein Bad, abends saßen sie am Feuer und sangen die Mantren.

Worshop


 Parallel dazu gab es von Isabel einen Workshop für das Weibliche, für die Göttin in uns. Es war eine wunderschöne Arbeit.






Schule
Schule
Die Schule wurde gestrichen und die Außenanlage gereinigt und gepflegt. Die Schule ist dabei zu entscheiden, wer die Koordination übernehmen wird. Der Schulbetrieb begann Ende Februar, die Eltern werden bei der Renovierung des Spielplatzes mit einbezogen.


Donnerstag, 10. Januar 2013

 Dezember 2012
Anfang Dezember gab es ein Treffen, um das Programm für das große schaminsche Fest im November in Terra Mirim Brasilien zu besprechen. Viele schöne Ideen sind entstanden.
Es wird ein schamanisches Treffen sein mit dem Thema „Der Schamanismus der göttliche Mutter“. Das Programm wird ausgearbeitet und danach übersetzt und hier im Blog bekannt gegeben. Gäste aus dem Ausland sind herzlich willkommen.
Es gab ein Treffen der Kleinbauern, die sich mit Terra Mirim zusammen getan haben, um ökologische Produkte herzustellen und zu verkaufen. Terra Mirim baut mehr und mehr Bio Gemüse und Obst an.

 

 










Terra Mirim wurde eingeladen bei einem Landestreffen der solidarischen Wirtschaft teilzunehmen. Es waren Vertreter aus verschiedenen Teilen von Bahia anwesend. Immer mehr Kleinbauern, Kunsthandwerker und andere tun sich zu solidarischen Kleinwirtschaftsbetrieben zusammen, um so auf dem Markt eine Chance gegen den Großunternehmer zu haben und ihre Produkte kostengünstig anzubieten.


 










Am 17. gab es in der Altstadt von Salvador ein so genanntes „Pizza Vegan“ Treffen mit Live Musik von den Musikern hier aus Terra Mirim. Es war ein sehr schöner Abend, es gab vegane Pizza , Bilder von Terra Mirim wurden auf der Leinwand gezeigt und die Mantras wurden gesungen. Die Terra Mirim Karavane war stark vertreten und die Schamanin Alba Maria führte die Karavane. Es gab Pizza bis zum Abwinken und köstliche Säfte.


Am 19. Dezember gab es die Weihnachtsfeier der ökologischen Schule. Wie immer hatten Lehrer und Schüler ein Programm vorbereitet, was den Eltern und Gästen vorgeführt wurde. Die kleinsten "Weihnachtsmänner" haben Lieder gesungen, die Tanzgruppe führte 
verschiedene Tänze auf. 

Großen Spass hatten alle beim Wichteln. Es gab Geschenke für alle. Spannend war, wenn ein Kind die Lehrerin darstellen sollte. Es war kein geheimes Wichteln, weil sich vorher schon alle veraten hatten, wen sie gezogen hatten. Wenn zum Beispiel ein Kind gefragt wurde:" Ist derjenige, den du beschenkst in blau angezogen?", dann kam es im Chor zurück:" Neeeeeeeeein", ist es in rot angezogen, "Jaaaaaaaaaa".  Besonders schön zu sehen war, wenn ein Mädchen einen Jungen    beschenkte oder umgekehrt- die Gesichter lächelten etwas schüchtern. 

Wir hatten auch noch zwei Schauspielerinnen eingeladen, die Weihnachten auf eine spezielle humorvolle Art präsentiert haben. Dann war es endlich soweit, der Weihnachtsmann kam und rief jedes Kind namentlich zu sich und fragte, ob sie wohl auch brav gewesen wären. Da kam sofort der Chor und schrie:" Jaaaaaaaaaaaa, neeeeeeeein." Jeder hat sein Geschenk bekommen und die Augen leuchteten. Danach wurden Eltern und Kinder zum Buffet geladen.

Terra Mirim wurde weihnachtlich geschmückt. Die Frauengruppe hat aus alten CD´s schönen Baumschmuck gemacht und große Schleifen aus Papierschürzen hergestellt. 

 
Weihnachten war sehr familiär. Es waren einige Bewohner dabei und ein Gast aus Deutschland. Es war das erste Weihnachten für die jüngsten Bewohner von Terra Mirim. Mani die Enkeltochter von Alba und Bruna die Enkeltochter von Khalyna. Es gab wie jedes Jahr den „amigo secreto“ ( Geheimer Freund ) so was ähnliches wie Wichteln. Es war witzig und sehr schön. Es musste geraten werden durch Beschreibung der Person, für wen das Geschenk war. Es gab reichlich zu Essen, was zum Teil die Bewohner mitgebracht hatten und zum Teil von der Ernährungssektion gegeben wurde.
Am 27. war Vollmondritual. Es waren ca. 40 Personen anwesend. Wir haben gesungen und getrommelt. Die Teilnehmer wurden in Gruppen geteilt und dann sollten sie die Talente der Gruppe darstellen. Danach sind wir alle gemeinsam in den Tempel der Elemente gegangen. Zum Schluss gab es dann 2 Reinigungshütten, weil die Teilnehmer nicht alle auf einmal in die Reinigungshütte passten.
Um 3:30 Uhr war das Ritual zu Ende. Wir haben dann noch im Speiseraum „Mingau“ (Maisbrei) gegessen, um danach schlafen zu gehen. 

 










Am 28. war der Tag der „Native Schönheit“. Wir gingen zur Quelle der Führung und Izabel hat mit uns ein Lehmerde Bad gemacht. Die Füsse wurden mit Blättern von „cajoeiro selvagem“ gereinigt. Die Blätter von diesem Baum sind natürliches Schleifpapier. Dann gab es noch Heilerde fürs Gesicht, energetische Reinigung mit „Aroeira“ und zum Schluß ein Kräuterbad mit wildem Basilikum. Wir sind alle einige Jahre jünger aus dieser Arbeit heraus gegangen. Es waren wunderschöne Momente.
Abends wurden dann die Friedensstäbe gebastelt. Danach haben wir den „Balaio“ Geschenkkorb für die Göttin des Wassers geschmückt.

 









Am 29. war der traditionelle Bootsausflug zu der Insel „dos frades“ . Morgens um 7.00 Uhr ging es mit dem Bus zum Hafen nach Salvador. Alle Picknicksachen wurden im Bus verstaut, so wie auch der „Balaio“. Am Hafen angekommen gab es Menschenschlangen von mehreren Kilometern, alle wollten zu den Inseln nahe bei Salvador. Zum Glück hatten wir selbst ein Boot gemietet und so brauchten wir nicht zu warten. Alles wurde ins Boot getragen und dann ging es los. Musik wurde angemacht, es wurde getanzt und gegessen. Mitten im Meer hielt das Boot an und Männer und Frauen sprangen hinein. Der „Balaio“ wurde hinunter gelassen und der Göttin des Wassers Jemanjá übergeben. Die Reise ging weiter Richtung Insel. Wir aßen, sangen und tanzten viel.

An der Insel angekommen, wurden alle Essenssachen, Bälle, Rucksäcke, Pavillons und Sonnenschirme zur Insel gebracht. Es wurde gebadet, Fußball gespielt, weiter gegessen, sich ausgeruht....ein wunderschöner Tag.
Nachmittags sind wir dann zurück nach Salvador mit dem Boot gefahren und mit dem Bus weiter nach Terra Mirim.
Ein Tag voller Freude, Spaß und Harmonie. Vor allem waren die zwei jüngsten Terra Mirim Bewohner ein Blickfang. Sie hatten einen riesigen Spaß mit ihren Baderingen und Sandspielzeugen.
Am nächsten Tag haben wir uns am Feuertempel getroffen, haben gesungen und getrommelt. Danach haben wir uns in kleine Gruppen geteilt und die Plätze von Terra Mirim mit Räucherwerk gereinigt.
Nachmittags haben wir dann die Reinigungshütte, die am nächsten Tag um 3:00 Uhr morgens begann, vorbereitet. Es war eine tiefe und sanfte Reinigungshütte ,die die Schamanin Alba Maria geleitet hat.

Am Abend ab 18:00 Uhr ging es mit der Feier los, es wurde getrommelt und gesungen. Alba Maria hat die Gäste in kleine Gruppen geteilt und jede Gruppe sollte innerhalb von 3 Minuten etwas gemeinsames kreieren. Jede Gruppe stellte etwas eigenes dar und es war richtig lustig und voller Kreativität. Später wurde dann zum Buffet eingeladen. Es wurde gegessen und getrunken, natürlich alkoholfrei. 

Die Schamanin lud dann zur Spirale des Lichtes ein. Es war sehr schön die Sterne auf der Erde und die Sterne im Himmel mit der Mondin zu sehen. Wir gingen dann ins Haus der Künste und haben mit Live Musik auf Mitternacht gewartet. 3...2...1... und die Sektkorken flogen, auch hier natürlich alkoholfrei. Umarmungen, gute Wünsche, Lachen und Tanzen erfüllten den Abend bis um 2:00 Uhr nachts.

Der Weltuntergang ist uns erspart geblieben, nun können wir uns freuen für das Jahr 2013 Pläne zu machen, um immer tiefer in sich ein tauchen zu können.
Allen ein kraft-, lichtvolles und harmonisches Jahr.

Samstag, 15. Dezember 2012

November 2012

November 2012
Im Letztem Bericht hatte ich vergessen zu erwähnen, das es im September die jährliche Jahreshauptversammlung vom Verein stattgefunden hat. Der Vorstand wurde Gewählt und es wurde beschlossen, dass der Vorstand nun aus 3 Mitglieder bestehen soll anstatt 7 wie bisher. Vorsitzende Isabel Minge, Kassenwärtin Susanne Westerhoff, Protokolführerin Barbara Sering.

Die Spenden wurden zu 100% an Terra Mirim weitergegeben und von einem Teil der Mitgliedsbeiträge wurde anteilsmäßig die Kosten für die Fluss und Seereinigung in Terra Mirim übernommen. Alle ehemaligen Vorstandsmitglieder, ein herzliches Dankeschön für die langjährigen zusammen Arbeit.
Es gab verschiedene Sitzungen in Terra Mirim unter anderen die Planung für die Events 2013. Es ist geplant 3 große Events zu machen. In März EcoArte (Ökologie und Kunst), Mai/Juni der Jahrestag von Terra Mirim und im November Schamanische Tage über 3 Tage „Der Schamanismus der göttliche Mutter“ hier werden verschiedene Arbeiten die diese Tradition angehören vorgestellt und zum mitmachen einladen. Wir haben vor in diesem Jahr mit den im letztem Jahr angefangene Umbau und Renovierungsprojekte weiter zu machen. Ein detaillierten Spendenaufruf folgt bald.
Die Planung für Weihnachten und Sylvester ist auch im vollen Gang. Hier Auszüge aus dem Programm: „Es ist Flamme der Schamanin der mich Ruf „ am 27. ist Vollmondritual, 28. Tag der Schönheit, (Heilerde Bad), Schamanin im Gebet an die Große Mutter, Kraftstab des Friedens für Großmutter Wasser 29. Bootsausflug, „Salz und Sonne“ Blumen für die Göttin des Wassers 30. Element Luft, Terra Mirim wird mit Essenzen geräuchert und gesegnet 31. Mantren mit der Schamanin Alba Maria, Spirale des Lichtes, Gabe an Großvater Feuer. Ab Mitternacht Neujahrsfeier. Alle sind herzlich eingeladen daran teilzunehmen der Kostenbeitrag mit Unterkunft/Verpflegung beträgt 300,00 € 
Gerne könnt ihr euren Aufenthalt verlängern und ein paar Tage, Wochen, Monate bleiben und Gemeinschaftserfahrung mitmachen.
Wir sind gerade dabei eine neue Form zu entwickeln um mehr Menschen die Möglichkeit geben zu können, hierher nach Terra Mirim zu kommen. Wir denken an Menschen die eine längere Zeit Gemeinschaftserfahrung machen möchten. Geplant ist der Aufenthalt zwischen 1 bis 3 Monate oder länger. Wir haben dabei auch an Menschen gedacht die schon Pensioniert sind und gerne für mehrere Monate nach Terra Mirim kommen möchten und hier eine schöne Zeit in der Gemeinschaft erleben möchten .Das Programm ist bald Spruchreif und wir werden es dann bekannt geben und euch einladen daran teilzunehmen.
Es gab Besuch von 45 Jugendlichen aus eine staatliche Schule, sie kamen um ein Tag in der Natur zu verbringen und um mehr über die Natur zu lernen. Das Projekt heißt „ Lernen mit der Natur“
Nun auch etwas unerfreuliches. Terra Mirim hat ein Convénio (Abkommen, Projekt) mit der Stadt Simöes Filho die Terra Mirim finanziell unterstützen soll. Diese abkommen ist auf 3 Auszahlung festgelegt. Der Betrag von 30.000,00 Real war im Mai fällig und bis heute noch nicht in Terra Mirim angekommen. Auf mehreren Nachfragen kamen immer andere Antworten. Letzte Woche hieß es der Scheck wäre da aber kein Geld auf dem Konto, also ist der Scheck nicht gedeckt. Nun ist es so, dass dir Rechnung in Terra Mirim trotzdem weiter gehen und so haben wir 3 offene Rechnungen beim Steuerberater, die Eintragung von 5 Akten bei eine staatliche Behörde hat auch über 1000,00 Real gekostet was sofort beglichen werden müsste und so bleiben andere Rechnungen offen. Die Eintragung der Akten ist hier Pflicht damit Terra Mirm Handlungsfähig ist. Es ist schon verrückt auf Bundesebene ist es so, dass soziale Einrichtungen frei von Steuern sind. Ja vom Gesetz her, in Wirklichkeit läuft es anders. Die Stadt Simöes Filho erhebt von Terra Mirim Steuern, es ist schon ein langjährigen Prozess im Gange damit Terra Mirim davon befreit wird, doch bis her ohne Erfolg. Soziale Einrichtungen haben im Brasilien sehr schwer weil Gesetze im Rathaus/Stadtverwaltung nicht eingehalten werden.
Auch in diesem Jahr führen wir ein Spendenaufruf für Terra Mirim durch.
Spendenaufruf für die Stiftung Terra Mirim Brasilien 2012


Spendenaufruf für Terra Mirim    
Liebe Freunde der Stiftung Terra Mirim, auch in diesem Jahr möchten wir um Spenden bitten für die Stiftung Terra Mirim Brasilien. Im letzten Jahr hatten wir ja große Renovierungsarbeiten an den Dächern und im Haus der Gäste durch die von euch geleisteten Spenden durchführen können. Hierfür nochmals einen großen Dank von den Bewohnern aus Terra Mirim.
In diesem Jahr möchten wir das angefangene Projekt vom letzten Jahr fortführen. Es geht um das Solar - Warmwasser im Gästehaus. Im letzten Jahr haben wir den Wassertank gekauft und die Dachplatten vorbereitet. Nun müssen wir noch den Turm für den Tank bauen lassen sowie die Leitungen bis zu den Duschen legen lassen. Dies hat einen Kostenfaktor von insgesamt 2000,00 € für Material und Löhne. Dann braucht die Küche dringend einen neuen Industriekühlschrank, damit das Gemüse (zum Teil schon selbst angebaut) bei den hohen Temperaturen nicht verdirbt. Hierfür wird ca. 2000,00 € gebraucht.
Dann werden noch einige Matratzen für das Gästehaus benötigt. Bisher haben wir insgesamt 10 Matratzen von 23 Betten erneuern können, jede Matratze kostet ca. 200,00 €; kaufen wir größere Mengen, erhalten wir einen Rabatt. Die Tempel in Terra Mirim sind die Säulen von Terra Mirim. Jedes Element hat seinen eigenen Tempel. Die Erde, die Luft, das Feuer und das Wasser. Die Brücke, welche den Tempel des Wassers mit den restlichen Tempeln verbunden hat ist schon im letzten Jahr zusammen gebrochen und müsste dringend erneuert werden. Hierfür wird ein Betrag von 2500,00 € gebraucht. Es ist viel zu tun in Terra Mirim und um dieses Lichtzentrum zu erhalten, brauchen wir eure Unterstützung. Vielleicht kennt ihr auch Firmen, Vereine, Freunde, Bekannte etc. die vor Weihnachten gerne Spenden möchten. Die Spenden werden zu 100 % an Terra Mirim weitergegeben. Selbstverständlich können wir Spendenquittungen auf Wunsch ausstellen. Bitte teilt uns mit, wenn ihr eine Quittung braucht, ihr könnt dies auch bei der Einzahlung schreiben oder es uns per Mail mitteilen.

Spendenkonto
Terra Mirim Deutschland e.V.
KSK Köln
Kontonummer: 360550180
Bankleitzahl: 37050299
Verwendungszweck: Solar
IBAN: DE49 3705 02990360550180
BIC- CODE:COKSDE33


Spendenbericht 2011/12.
Spenden vom 01.09.2011 bis 31.08.2012
Spenden für die Schule In und Ausland 3827,00 Euro
Spenden von dem Spendenaufruf „Dächer“ 3138,00 Euro
Spenden für den Spendenaufruf de Nachhaltigkeit 2467,00 Euro
Mit einen großen Teil unsere Mitgliedsbeiträge wurde der Fluss gereinigt und das Haus der Gäste gestrichen


Im Namen vom Verein Terra Mirim Deutschland, Alba Maria und allen Bewohnern von Terra Mirim möchten wir uns im Voraus für die Spenden bedanken. Monatlich werde ich euch mit Zahlen und Fotos berichten, wie weit wir unsere Ziele erreicht haben.