Ist ein gemeinnütziger Verein

der die Stiftung Terra Mirim und ihre soziale Projekte in Bahia/Brasilien unterstützt

Vorstand TMD

Isabel, Susanne, Barbara,


Freitag, 26. Mai 2017

25 Jahre Terra Mirim

25 Jahre Terra Mirim

























Wir werden 25 Jahre geführt von der Meisterin Natur. Der diesjähriges Thema  „Die Geschichte ritualisieren“ wurde inspiriert von der Geschichte/Tradition unserer Schamanin XamAM und unseren  Stamm.
Die Stiftung Terra Mirim wird 25 Jahre... Ein Lichtzentrum der Göttlichen Mutter, wo alle sein können was sie sind. Ihre Geschichte Ehren und ritualisieren. Terra Mirim und sein Stamm werden mit viel Liebe dieses Vierteljahrhundert feiern. Sich bei allen bedanken und alle einladen die hier waren, hier sind, die hier sein werden und über diesen Boden gegangen sind, gehen und gehen werden.
Der Stamm ist bereit euch zu empfangen, ihr seit mehr als Gäste, jede einzelne/r ist ein Teil dieser integrierte Bewegung der Kraft und Licht. Wir werden ein schönes Programm haben, die spezielle Einweihung unseres lebenden Denkmals. Erinnernd an jeden gemachten Schritt mit tiefe Verbeugung an der göttlichen Mutter.
Bereitet euch vor aktiv an diese lebende Erinnerung, mitzuwirken! Wenn Ihr Fotos von euch erlebten Momente in Mirim zeigen, teile es  mit uns. Sein Teil unseres virtuellen Denkmals!
In diesem Jahr wird die Feier mit der Ehrung an die “ Maria Knotenlöserin” sein. Dankbarkeit, Verbeugung und Verwurzlung!
Unser Land, Unser Wassern, unsere Leute!
Sonntag den 28. Mai, ab 09:00 Uhr
Terra Mirim Brasilien
Es werden Kleinigkeiten zum Essen verkauft!

Jene von euch, die in diesem Jahr nach Terra Mirim fliegen, können aus der Liste sich was aussuchen und dann als Geschenk nach Terra Mirim mitnehmen. Einige Dinge könnt ihr nicht mitnehmen, die kann man nur vor Ort kaufen.







Geschenkeliste:
Brattopf Aluminium, Große Topf  7 und 10 Liter , Stahlkochtopf medium, Stahlkochtopf groß, Cuscus Topf aus Edelstahl groß,  Cuscus Topf aus 3,5 Liter  Aluminium, Pfanne, Schnellkochtopf 7 Liter
Tablett aus Edelstahl mit Griffe, Trinkgläser, Obstschale, Besteck, große Thermoskanne, Thermoskanne 5 Liter
Digitale Küchenwaage für 7 Kg, Küchenrollehalter, Kräuterschere, Sandwischtoaster,
Große und kleine Eimer, Verschiedene Besen (Decke, Bad, Zimmer), Geschenkkörbe mit Reinigungsmitteln, Putzschwämme, Staubtücher, Mülleimer klein, Tretmülleimer groß,  Bodenreinigungstücher
Bügeleisen, Bügelbrett
Dekorationsrahmen.
Handschubkarre, Gießkanne, Astschere, Gartenschere, Gartenhandschuhe, Gartenkleingeräte, „12“ Machete mit Schutzhülle.
Umschläge mit Geld.  von 20 bis 100 real




Sonntag, 21. Mai 2017


Bewegung Terra Mirim









 Ein kurzer Einblick in der Gemeinschaft Terra Mirim
Kurzer Bericht über die aktuelle Situation in Terra Mirim bezüglich der Petition gegen die Mülldeponie.

​Foto Aktionsplakat von Terra Mirim "Nein zu Mülldeponie"


Die Bewegung „Unser Wasser, unser Land, unsere Leute" der Terra Mirim-Mitglieder, die sich gegen die Einrichtung einer Mülldeponie unweit von Terra Mirim richtet, ist in voller Aktion. Es werden Aufklärungsflyer gedruckt und in Handarbeit geschnitten. 
Jeden Tag werden verschiedene Gemeinden besucht und dort über die Situation diskutiert.
Denn das Mülldeponieunternehmen versucht, die Talbewohner mit verschiedenen Versprechungen zu kaufen, um so ihre Zustimmung für den Bau der Mülldeponie zu bekommen. 
Darum gibt es täglich Sitzungen, Aufklärungsarbeit in den Gemeinden, die Vorbereitung öffentlicher Aktionen, Diskussionen mit Politikern und Umweltbehörden wie der APA (eine Institution die ein Gebiet zur Naturschutzgebiet erklären kann), Strategiepläne werden diskutiert und vieles mehr.   



​Foto Minah von Terra Mirim in Simoes Filho


Hieraus entsteht gerade eine sehr herausfordernde Situation in Terra Mirim, denn all diese Arbeiten müssen einige wenige Menschen bewältigen. Sie versuchen, die wichtigen Dinge anzusprechen und die Ereignisse zu verhindern, hinter denen viel Geld und politische Macht steckt. 


​Foto Bewegung Terra Mirim in Simoes Filho


Das ist keine ungefährliche Situation, denn die Gegenspieler sind korrupte Politiker, die sich nicht für die Bewohner des Tals interessieren, sondern nur für ihren Profit und Gewinn - auf Kosten von Mutter Erde und auf Kosten der Gesundheit der Talbewohner.

Am 2. Mai fand vor dem Ministerium für den Öffentlichen Dienst in Simoes Filho eine Mobilisierung der Bevölkerung mit Aufklärungsflyern statt. Es ging darum, für die Stadtratssitzung des 3. Mai, auf der die Thematik Mülldeponie diskutiert werden soll, möglichst viele Bewohner zum Erscheinen zu motivieren.
​Foto Rathaus Simoes Filho


Denn bis heute gibt es keine offizielle Genehmigung für den Bau - und trotzdem geht der Bau weiter.
Schon am 19. 04. gab es eine außerordentliche Sitzung der APA; in dieser Sitzung wurde darüber aufgeklärt, dass das Naturschutzgebiet sich genau an der Stelle befindet, wo die Mülldeponie erbaut werden soll. Bei dieser Sitzung waren etliche Gemeindemitglieder der Region anwesend, auch von Terra Mirim.
Hier wurde auch über die Umweltschutzzonnen und Gebietskarten gesprochen, die mit Unterstützung von Terra Mirim in ihrer 25-jährigen Umweltschutz- und Aufklärungsarbeit entstanden sind.



​Foto Terra Mirim Bewohner

NEIN ZU MÜLLDEPONIE


SAGEN SIE „NEIN!“ ZUR MÜLLDEPONIE IM ITAMBOATÁ-TAL!!!

Das Atlantische Waldschutzgebiet im Itamboatá-Tal ist in GEFAHR !!
Gelegen in Simões Filho, in der Metropolregion Salvador, im brasilianischen Bundesstaat Bahia, bittet das Atlantische Waldschutzgebiet Sie um Ihre UNTERSTÜTZUNG!
Das Tal Itamboatá liegt zwischen dem größten Industriezentrum der südlichen Hemisphäre (dem Petrochemischen Komplex von Camaçari) und dem zweitgrößten in Bahia (Industriezentrum von Aratu). Das Tal Itamboatá ist ein bedeutender Grüngürtel des Atlantischen Waldes, es ist äußerst reich an biologischer Artenvielfalt und liefert uns allen wichtige ökologische Dienste. Das Tal ist Teil der Gemeinde Simões Filho, die sich vor allem der Förderung ihrer industriellen und logistischen Rolle widmet und die Kapitalinteressen der Industrie befriedigt.
Das Atlantische Waldschutzgebiet des Itamboatá-Tals ist ein Gebiet von großer sozialer und historischer Bedeutung, sowie von kulturellem und ökologischem Reichtum.
Es ist heute ein anerkanntes Pilotprojekt für das partizipative Umweltmanagement im Naturschutzgebiet Joanes Ipitanga. Es ist oberhalb der Grundwasserschicht von São Sebastião gelegen (eines der größten unterirdischen Süßwasserreservate in Brasilien) und konserviert einen ökologischen Korridor der Atlantischen Waldreste, der die Menge und die Qualität der Wasservorräte für die Metropolregion Salvador aufrecht erhält, in der über 3 Mio. Menschen leben.
Das Gebiet Itamboatá ist von der UNESCO als fortgeschrittener Standort (‚Hot Spot’) des ‚Biosphärenreservat Atlantischer Wald’ anerkannt und ist ein wahres Heiligtum und Lebensraum für viele Lebewesen (sichtbare und unsichtbare) sowie für abwechslungsreiche Flora und Fauna, die vom Aussterben bedroht sind. Es beherbergt Quellen von reinen Gewässern, Flüssen, Bächen, Lagunen und Quellen, und es bietet archäologische Stätten, die wichtige historische Geschichten über diese Region erzählen können, von denen viele noch unbekannt sind.
Dieser ungeheure natürliche und kulturelle Reichtum – wertgeschätzt und gepflegt von den Anwohnern aus den traditionellen Gemeinden Dandá, Palmares, Oiteiro und Pitanga de Palmares und aus den nachhaltigen Siedlungen von ‚Terra Mirim’ (Schamanische Lerngemeinschaft) und ‚Fazenda do Natal’ (Katholische Bewegung) – wurde schon immer von den öffentlichen Behörden und von privaten Interessenten mit fehlendem Respekt behandelt, und erleidet im aktuellen Augenblick weitere schwere Rechtsverletzungen und große Bedrohungen!
Ein Unternehmen namens ‚Naturalle Abfallbehandlung’ hat bereits mit den Arbeiten für die Einrichtung einer Mülldeponie in diesem wertvollen Gebiet begonnen – diese Arbeiten müssen SOFORT GESTOPPT WERDEN! Das Unternehmen ‚Naturalle’ will in diesem Heiligtum des Atlantischen Waldes ein Projekt umsetzen, das extrem hohe sozio-ökologische, ökonomische und kulturelle Auswirkungen haben wird. Hierbei handelt es sich um die Einbringung von rund 1.000 Tonnen Müll pro Tag (Haushalts-, Krankenhaus-, Industrie- und Bauabfall) in die Deponie. Dieses Projekt bringt ernste Gefahr – nicht nur für die Gesundheit der Bevölkerung und des lokalen Ökosystems, sondern auch für die wichtigen Quellen, die das Wasser für die gesamte Metropolregion Salvador liefern!
Wir sind bestürzt über die vielfältigen Rechtswidrigkeiten und das Unterschlagen von Fakten und Informationen rund um dieses Deponieprojekt. Die Bevölkerung bleibt völlig uninformiert, und dem Projekt fehlt die Teilhabe und Beratung durch die breite Bevölkerung, einschließlich des örtlichen Umweltrates. Die vom Unternehmen ‚Naturalle Abfallbehandlung’ präsentierten Karten über "Technische Studien" ignorieren und unterschlagen beispielsweise mehrere Gemeinden, Wohnsiedlungen sowie sensible und geschützte Ökosysteme, die sehr nahe der vorgeschlagenen Mülldeponie liegen.
Mehr als 10.000 Menschen leben unmittelbar in diesem Tal in traditioneller und nachhaltiger Lebensweise. Sie sind meist "Völker der Erde", also kleine Landwirte, Kräuterkundige, und Menschen die mit Bewohnern der spirituellen und religiösen Siedlungen zusammenarbeiten. Sie alle sind angewiesen auf das Wasser aus dem Gemeindebrunnen, der durch die Mülldeponie stark verunreinigt werden könnte. In diesem Bereich gibt es weiterhin noch ein städtisches Bio-Reservat namens ‚Nossa Senhora da Guia’, das eine Quelle von sehr reinem und heiligem Wasser beherbergt, sowie private Reservate zum Schutz des Atlantischen Waldes und andere dauerhaft schutzbedürftige Bereiche (Flussufer, natürliche Wasserquellen usw.).
Das Itamboatá-Tal verfolgt eine wirklich nachhaltige Entwicklung, die eine lebendige Gemeinschaftskultur, Umweltfortbildung, ökologische Familienlandwirtschaft, solidarisches Wirtschaften und viele profitable kooperative Initiativen und Unternehmen ermöglichen.
Ein für alle Mal müssen wir die Rechte des Atlantischen Waldes sichern und verteidigen: für reines Wasser aus den Flüssen und Quellen, saubere Luft, sowie die Selbstbestimmungsrechte der Bevölkerung, um die Entscheidungen über ihre Territorien und ihr Leben selbst zu treffen – dies ist eine großartige Gelegenheit! Wir müssen uns klarmachen, dass all das Wasser (das mehr als 70% unseres Körpers ausmacht) nur EINES ist, außerhalb von uns wie in uns. Jetzt ist die Zeit, um für uns alle, für die Natur, für unsere gemeinsame Heimat, für unsere materielle und immaterielle Existenzgrundlage aufzustehen!
Alle beteiligten Institutionen sind aufgefordert, zur Verteidigung dieses Gemeinwohls zu handeln! Für die Nicht-Einrichtung der von der Firma „Naturalle“ geplanten Mülldeponie im Atlantischen Waldschutzgebiet, und gegen alle anderen, die diese zerstörerische Absicht haben.
Für unser Land, unser Wasser, unser materielles und immaterielles Erbe, alle Tiere, Pflanzen und Mineralien...
Sagen Sie „NEIN!“ zur Errichtung dieser Mülldeponie im Heiligtum des Atlantischen Waldschutzgebietes von Itamboatá!
Wir fordern, dass die Gemeinde Simões Filho, vertreten durch ihre Stadtentwicklungs- und Umweltabteilung, die Arbeiten von ‚Naturalle“ unmittelbar beendet und die Zulassung an die ‚Naturalle Ltda’ mit der Verordnungs-Nr. 063/2016, veröffentlicht im DOM am 22. Dezember 2016, widerruft.
Wir fordern, dass die staatliche Lizenzgeberin INEMA von ‚Naturalle’ eine angemessene Präsentation alternativer Standorte einfordert, die den – einem Vorhaben dieser Größe und Art innewohnenden –  sozioökologischen Auswirkungen Rechnung tragen und sie minimieren. An einem Ort, an dem die strategischen Wasserquellen in den verbleibenden Gebieten des Atlantischen Waldes geschützt sind und das Leben der traditionellen Gemeinschaften nicht beeinträchtigt wird.
Wir fordern, dass die sozioökologischen Gegebenheiten tatsächlich betrachtet werden, und nicht vorrangig die Rentabilität der logistischen Kriterien dieses Gebietes.
Wir fordern, die Gewährleistung sozio-ökologischer, wirtschaftlicher und kultureller Analysen partizipativ zu erörtern, um die spezifischen Merkmale dieses Gebietes zu definieren.
Wir fordern, dass sämtliche Untersuchungen und Berichte über das Territorium in Betracht gezogen werden, und wir fordern die Realisierung und Veröffentlichung von Auswirkungsstudien mit allen Beteiligten und allen von der Deponie betroffenen Gemeinden.
Wir fordern die Kommunal-, Landes- und Bundesbehörden auf, das Itamboatá-Tal als sozioökologisches, kulturelles und spirituelles Heiligtum der Metropolregion Salvador anzuerkennen und auf diese Weise dem besonderen sozioökologischen Kontext dieses Gebietes und seiner legitimen Berufung in der gesamten Gebietsplanung und allen folgenden öffentlich-ökonomischen Entscheidungen Rechnung zu tragen.
Wir akzeptieren NICHT den geplanten Standort der Mülldeponie von ‚Naturalle’ oder andere Vorhaben, die nicht mit dem örtlichen Ökosystem vereinbar sind und die das Umweltrisiko dieses Gebietes verschlechtern können.
ES REICHT! Das Tal von Itamboatá, die Gemeinde Simões Filho, die Metropolregion Salvador sagen „NEIN!“ zur Mülldeponie im Itamboatá-Tal!
Um der Sache willen und um der Liebe willen, lasst uns diese Sache voranbringen!
Bitte unterschreiben Sie unsere Petition.

Wir kämpfen für das, was uns erlaubt zu leben – unser größtes Gut: UNSER WASSER, UNSER LAND UND UNSERE LEUTE.


https://www.change.org/p/sos-itamboata-valley-no-landfill-santu%C3%A1rio-da-mata-atl%C3%A2ntica-vale-do-itamboat%C3%A1-amea%C3%A7ado-por-lix%C3%A3o

Dienstag, 25. April 2017

Jahresbericht 2015/2016


 Auch in diesem Jahr waren zwei der Vorstandsmitglieder wie auch einige Vereinsmitglieder für einen längeren Zeitraum vor Ort in der Stiftung Terra Mirim.
Im Dezember und Januar gingen über den Spendenaufruf von der Vorstandsvorsitzenden Isabel Minge Spenden in Höhe von 7057€ für das Haus der Sonne ein. Das Haus der Sonne wird als Seminar- und Vortragsraum von auswärtigen Gruppen und Menschen aus der umliegenden Bevölkerung genutzt und für gemeinsame Feiern und Feste. Das Dach musste im Dezember abgebaut werden und wird nun ohne Dach genutzt. Ein LED-Schlauch – geschützt durch Dachziegel, ermöglicht die Nutzung auch bei Dunkelheit. Die Gemeinschaft der Stiftung Terra Mirim  entschied sich gegen ein neues Dach, um an anderen Gebäuden die notwendigen Bau- und Renovierungsmaßnahmen durchführen zu können.                                                                                   

Das Haus der Künste wurde von innen und außen gestrichen und steht als weiterer Versammlungs- und Seminarraum für Gruppen und die umliegende Bevölkerung zur Verfügung. Der Werkzeugraum und ein Materialaufbewahrungsraum bekamen neue Türen. Weiterhin konnte mit Unterstützung der Spendengelder und der Mitgliedsbeiträge folgende Baumaßnahmen und Materialanschaffungen durchgeführt werden: Die drei Chales (Gästeunterkünfte) bekamen ein neues Dach und das große Gästehaus (Recolhimento) erhielt zwei neue Betten und Matratzen. Es werden noch zwei Betten und sechs Matratzen für das Gästehaus und sechs Matratzen für die Chales benötigt.  Die Zimmer erhielten teilweise einen neuen Anstrich, Möbel wurden restauriert und gestrichen und Wände bemalt. So kann die Stiftung weiterhin Gäste willkommen heißen und ihre ökologischen Projektideen und Arbeiten in und mit der Natur  weitergeben.
Die Renovierungsarbeiten an der Bäckerei  und die Einrichtung eines kleinen Außen-Cafe für Besucher wurden teilweise von den Spendengeldern  mitfinanziert.                                                                                                                                                            
Das Schulprojekt Brincarte ist nach den großen Ferien Mitte Februar wieder angelaufen. So besuchen Schulklassen aus öffentlichen Schulen die Stiftung, um mit der Natur zu lernen. Ebenso kommen Fachhochschulen und Universitäten aus Salvador und besichtigen die Baumschulen, Gärten und Bienen und informieren sich über die ökologischen Umweltprojekte der Stiftung Terra Mirim.
Zum Umweltprojekt „Einheimische Bienen Urucu“ lädt die Stiftung Terra Mirim zweimal jährlich Jugendliche und Erwachsene zu Fortbildungen ein. In dieser Fortbildung lernen sie Kästen für die Bienen zu bauen, sie zu versorgen und zu pflegen und den medizinisch hochwertigen Honig zu gewinnen und zu verkaufen und so eine zusätzliche Einnahme für ihren Selbsterhalt zu bekommen.
Das Projekt „Kleinbauern“ läuft seit einigen Jahren mit der Absicht, dass die Menschen aus dem Tal wieder ihr eigenes Land bestellen und bearbeiten und sich wie in einer Genossenschaft zusammentun, um ihre Produkte gemeinsam auf den Markt zu bringen. Auch dieses Projekt dient der Unabhängigkeit der Bevölkerung mit dem Ziel, sich selbst zu ernähren und Überschüsse zu verkaufen.
Das Nähprojekt ist nach zwei Jahren im März 2016 erfolgreich ausgelaufen. Ca. 50 Jugendliche und junge Frauen und Männer haben ihr Zertifikat erhalten und dadurch die Möglichkeit, mit diesem Handwerk Geld zu verdienen. D Sie haben das Handwerk des Schneiderns und Nähen erlernt, Designs zu erstellen und die Nähmaschinen zu warten und zu reparieren.
In Deutschland fanden drei Treffen in Hilden statt. Es wurde eingeladen zum gemeinsamen Trommeln und Singen und einzutauchen in die Bewegung von Terra Mirim. Dabei wurde über Aktuelles in Terra Mirim gesprochen und informiert. Diese Treffen haben die Absicht, Raum für Austausch und Begegnung zu geben und die Vernetzung mit Terra Mirim zu bestärken, indem wir hier unsere Bewegung machen und kreativ mitwirken.
In diesem Jahr hat der Verein drei Mitglieder gewonnen. Drei Mitglieder sind ausgeschieden. Fünf Paten haben ihre Patenschaft gekündigt.


Donnerstag, 26. März 2015

Bericht von Susanne Dezember 2014



Vier Wochen habe ich in Terra Mirim verbracht und konnte in den Geist von Terra Mirim eintauchen. Ich spüre viel Bewegung und Veränderungen in Terra Mirim, von denen ich heute berichten möchte, weil Terra Mirim mir sehr am Herzen liegt und meine Quelle ist.                                                               
 Das Wesen Terra Mirim lädt einen jeden /eine jede von uns ein, seinen/ihren Traum zu träumen, denn Terra Mirim selbst ist ein Stück erträumte und sich verwirklichte Erde. Dieses Wesen hat sich durch die Träumerin und Schamanin Alba Maria an diesen Ort geträumt und trägt seit über 22 Jahren beständig Früchte; sät, pflanzt Samen in die Herzen, die dafür bereit sind und wächst und dehnt sich dadurch immer mehr aus. Jede Pflanze, jeder Baum der in Terra Mirim und Umgebung gepflanzt wurde sind Zeichen dieses Wachstums und der
Materialisierung dieses Traumes.  


Terra Mirim empfängt immer wieder Menschen aus allen Ländern, die auf der Suche nach ihren Wurzeln, ihrem Ursprung, ihrem inneren Selbst sind. Terra Mirim ist wie ein Hafen und die Menschen werden aufgenommen, um sich neu zu orientieren und auf neuem Kurs in die See des Lebens zu stechen. Dadurch entsteht Bewegung, das auch das Chaos in sich trägt und ein hohes Maß an Schöpferkraft und Möglichkeiten in sich birgt. Konzepte werden gebrochen, durcheinander gewirbelt und auf den Kopf gestellt – nichts ist mehr da, wo es scheinbar hingehört.

In meiner Zeit dort habe ich an einer Versammlung teilgenommen, in der sich die Menschen von Terra Mirim Unterstützung(Qualitätsmanagement) von außen geholt haben, um sich gemeinsam anzuschauen, wo Terra Mirim steht und wo es hingehen soll. Dies wurde durch das Bild eines Baumes anschaulich gemacht: 

1. Konzeptionelle Ebene (Wurzeln): Wer bin ich? – auch innerhalb Terra Mirims; was ist der Traum?
2. Situations-Ebene (Stamm): Jetzt-Situation: Was brauchen wir an Menschen/Volontären etc.
3. Ebene der Konkretisierung (Baumkrone): gemeinsam konstruieren und umsetzen – in die Handlung gehen.

In Kleingruppen wurde anhand eines Papieres über die vier Phasen diskutiert, um zu erkennen, wo Terra Mirim steht und was es braucht, damit Terra Mirim sich weiter entwickeln kann. In allen vier Phasen gibt es Krisen. Wichtig ist es, die Qualität dieser Phasen zu erkennen und zu verstehen, um eine neue Struktur entwickeln zu können.
1. Pionierphase
2. Unterscheidung
3. Integrieren
4. Vereinswesen (sich vereinen, zusammentun, Anteil haben)


Jetziger Stand: wie kann TM sich erhalten und selber tragen?  Fazit: Es gibt keine Produktion, dadurch ist die finanzielle Basis nicht gesichert. Viele Bewohner sind weggegangen, nur noch wenige leben in Terra Mirim. Dadurch können viele Möglichkeiten in Terra Mirim nicht belebt werden.   Am 24./25.Januar wird an diesem Thema mit Unterstützung von außen intensiv weiter gearbeitet.

 Ich erlebe TM in einem positiven Prozess der Auseinandersetzung und Selbstreflexion, die wichtig ist, um weiterhin ein Ort der Kraft und Inspiration für uns alle zu sein! Licht und Segen für Terra Mirim!

Die ökologische Schule
Seit mehr als neun Jahren bestehen die Patenschaften für die ökologische Schule und an dieser Stelle möchte ich im Namen von Terra Mirim und dem Verein TMD allen Paten herzlich für Ihre/eure Unterstützung danken. Durch eure regelmäßige Unterstützung und zusätzliche Spendengelder, die über den Verein TMD für die Schule eingegangen sind, kann diese wundervolle und wichtige Arbeit  mit den Kindern und Jugendlichen gewährleistet werden.                                                              
 Das Erziehungsprojekt „Lernen mit der Natur“ ist 1994 entstanden und wurde 1998 eingeführt. Im Jahr 1999 begann Mynuska mit den ersten vier Kindern, die alle vier seit 2007 als Helferinnen an der Schule arbeiteten. Im Jahr 2001 waren es schon 60 Kinder und Jugendliche, die in der Schule betreut wurden und ihre Hoch-Zeit erlebte die Schule im Jahr 2005 mit 160 Kindern.
In einem Gespräch mit Maria Izabel  (Leiterin  der Stiftung TM) wurde ich über den aktuellen Stand der Ökologischen Schule informiert, da die Schule im Dezember geschlossen wurde. Grund dafür sind sowohl fehlende Finanzen sowie eine Veränderung des brasilianischen Schulsystems. Die Schule wurde vor vielen Jahren mit Geldern aus Italien gebaut. Gayatri aus Italien hatte damals Sponsoren aus Italien gefunden, die außerdem auch das Schulpersonal bezahlt haben. Die Kosten für den Transport der Kinder wurden von der Gemeinde Simoes Filho bezahlt sowie teilweise die Kosten für das Essen. Gegründet und aufgebaut wurde die Schule von Mynuska, sie begann vor ca. 16 Jahren mit vier Kindern und betreute lange Zeit bis zu 120 Kinder, zog sich aber immer mehr aus dieser Arbeit heraus, um auf anderer Ebene ihre pädagogische Arbeit weiter zu entwickeln.  Im Jahr 2012 übernahm Maria die Leitung der Schule. In dieser Zeit wurden sechs Personen bezahlt und  der Unterricht fand täglich vor- und nachmittags statt. Als Maria im Januar  2013 starb, stoppte das Geld für sie. Maria Izabel und Babucca übernahmen die Leitung der Schule, mussten aber aus finanziellen Gründen die Struktur der Schule verändern und begannen, Unterricht nur noch an drei Tagen nachmittags anzubieten und mit den Kindern in den staatlichen Schulen zu arbeiten, um das Konzept „ Lernen in und mit der Natur“  in die Schulen zu tragen.  Die staatlichen Schulen wurden, wie bei uns, zu Ganztagsschulen und fanden nicht mehr nur vor- oder nachmittags statt. So waren es auch weniger Kinder, die nach Terra Mirim kommen konnten.                                                  
 Die Schule muss monatlich Gebühren für Wasser, Strom und Bürokratie sowie Reparatur- und Instandhaltungskosten an die FTM zahlen.  Es gibt in Bahia ein italienisches Programm „Coneixao vida“, welche fünfzehn Organisationen in Bahia unterstützt, u.a. auch die Schule von Terra Mirim. Diese Organisation ist sehr daran interessiert, dass die Schule weiter besteht und unterstützt TM darin, Kontakte zu anderen sozialen Einrichtungen zu machen, um sich zu vernetzen und einen Austausch darüber zu haben, welche Möglichkeiten es gibt, an Gelder zu kommen. Es gibt auch in Brasilien Fördergelder für Projekte und immer mehr auch für ökologische Projekte, die in TM schon längst gemacht werden wie z.B. die Bienenhaltung oder der Anbau von Beeten – Terra Mirim muss sich deshalb noch bekannter machen mit dem, was es ist und schon lange macht! Terra Mirim hat viele Projekte ins Leben gerufen und dafür Gelder beantragt, die allerdings trotz Bewilligung und Durchführung nicht immer ausgezahlt wurden.                                                                                  
 An dieser Stelle möchte ich bemerken, dass die Korruption in Brasilien nach wie vor hoch ist und die Förderung von sozial benachteiligten Menschen nicht im Vordergrund steht. Auch wenn die Schulzeitbetreuung  verlängert wurde, hat sich qualitativ nicht viel verändert. Eine kreative Auseinandersetzung über ökologische und sozialpolitische Themen findet dort nicht statt.         
 
Wie geht es weiter mit der Schule?                                                                                                                               
Das Gebäude der Schule soll vermietet werden und es gibt schon einen Kontakt mit einem Technikerkurs für industrielle Projekte. So müssen die jungen Auszubildenden aus der Umgebung nicht nach Salvador fahren, sondern können in TM geschult werden. Von den Einnahmen können dann die Gebühren an die FTM bezahlt werden.   Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen geht weiter! 
Inhaltlich sind folgende Arbeiten vorgesehen: 
                                                                                                             
 a.) Zusammenarbeit mit Schulen
 TM möchte alle vierzehn Tage mit zwei Schulen zusammenarbeiten und ihr Konzept „Lernen in der Natur“ mit folgenden Inhalten anbieten: Kunst +Kultur, Musik, Tanz, Ernährung, Sensibilisierung für die Natur, etc.  Dazu braucht es einen Kunstlehrer, einen Pädagogen und jeweils eine Person für die Ernährung und die Bürokratie. Für dieses Personal braucht es Geld.
                                                                              
 b.) Arbeit mit 13 -16 Jährigen                                                                                                                                
 Diese Heranwachsenden brauchen viel Aufmerksamkeit und Unterstützung in ihrer persönlichen Entwicklung, fallen aber häufig in unserem System durch. Deshalb möchte TM mit ca. 30-35 jungen Menschen dreimal wöchentlich arbeiten, um sie in ihrer Selbstentwicklung zu fördern und zu bestärken. Ein Schwerpunkt ist dabei die Musik sowie Kunst, Informatik und das soziale Miteinander und das Heranführen an eine kritische Auseinandersetzung mit sich und ihrer Umwelt. Dabei sollen die  vorhandenden Räumlichkeiten in TM genutzt werden wie z.B. das Haus der Künste. Das Haus der Künste wurde in diesem Jahr teilsaniert – es gab ein neues Dach und Wände und Boden wurden neu gestrichen. Was noch fehlt sind Farbe und Anstrich von außen  sowie das Verlegen der Elektronik.  Die Arbeit mit den Jugendlichen sowie die Zusammenarbeit mit den Schulen beginnt nach Karneval. Terra Mirim ist sehr daran gelegen, die Arbeit in und mit der Natur für Kinder und junge Menschen weiterzuführen. Deshalb bittet Terra Mirim um weitere Unterstützung durch unsere Patenschaften, um insbesondere das Personal (Lehrer, Pädagoge, Köchin) für die Kinder und Jugendlichen bezahlen zu können. 

 
Haus der Sonne     
 Ein jeder, der schon mal in Terra Mirim gewesen ist, wird sich an das Haus der Sonne erinnern, das in mitten der Gärten und Elemente-Tempel von Terra Mirim steht. In diesem schönen runden Haus kommen Menschen zusammen, um zu feiern, sich zu begegnen, Rituale zu zelebrieren, zu meditieren, tanzen, Yoga zu machen und vieles mehr. Hier finden Schulungen und Seminare für die Menschen aus der nahen Bevölkerung statt und seit mehreren Jahren wird das Haus der Sonne auch an Seminargruppen vermietet und bietet damit eine zusätzliche Einnahmequelle für Terra Mirim.                
Das Haus der Sonne muss von Grund auf neu saniert werden, da durch die länger andauernde Regenzeit das Dach und auch der Boden stark gelitten haben und eine Teilsanierung nicht ausreichend ist. Ein Architekt aus Deutschland und guter Freund von Terra Mirim ist dabei, eine neue Konstruktion zu entwickeln, die wetterbeständiger ist, aber dementsprechend auch mehr Geld kostet. Insgesamt werden sich die Kosten auf 18.000-20.000€ belaufen. Um weiterhin das Haus der Sonne nutzen zu können, braucht Terra Mirim finanzielle Unterstützung, um die ich im Namen von Terra Mirim und unserem Verein TMD bitten möchte.
 An dieser Stelle möchte sich der Verein Terra Mirm Deutschland aus ganzem Herzen bei allen bedanken, die über so viele Jahre an die Stiftung Terra Mirim spenden und dies auch immer wieder neu nach einem  Spendenaufruf tun, damit Terra Mirim als Lichtzentrum pulsieren kann!


Mögen wir Teil dieses Netzes sein und uns gegenseitig bestärke